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Bo-Staff, die 2. Runde

Im Februar startete eine neue Gruppe ins 2. Halbjahr. Es waren wieder zehn Schüler aus den Klassen 5 und 6. Nach nun 5 Monaten möchte ich  ein kleines Resumé ziehen und muss feststellen, dass die Fertigkeiten mit dem Stab im Schnitt nach dieser kurzen Zeit deutlich höher ausfallen, als in der vorherigen Gruppe. Warum das so ist, kann ich nicht an einem konkreten Aspekt festmachen. Sicher habe ich einige Änderungen am Unterricht vorgenommen und mich auch selbst weiterentwickelt. Auch habe ich festgestellt, dass Einiges gut, aber manches auch weniger gut funktioniert hat.

Zunächst hier das neue Video:

Hier einige Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr:

Struktur der Stunde:
Bo-Staff ist grundsätzlich dem Jonglieren sehr ähnlich. Daher liegt eine Schwierigkeit darin, die SuS über eine längere Zeit zum Üben zu motivieren. Sicher motiviert der Inhalt Bo-Staff ansich, aber das reicht nicht. Die Konzentration lässt schon nach kurzer Zeit nach, was mir zu Beginn Schwierigkeiten machte. Im Zweiten Halbjahr habe ich daher einiges geändert. 

  • Ein wichtiger Aspekt ist, die Übungsphasen nie länger als 5-15min zu planen und davor eine klare Aufgabenstellung zu geben. Dies können bestimmte Figuren, Tricks kleine Choreografien oder die gegenseitige Unterstützung beim erlernen bestimmter Tricks sein.
  • Zwischen längeren Übungsphasen oder zur Erwärmung lasse ich die Kinder verschiedene kleine Spiele spielen. Diese müssen nicht zwingend mit dem Stab zu tun haben. Sie dienen der Abwechslung und der „Entspannung“ zwischen anstrengenden Übungsphasen mit hoher Konzentration.
  • Den Trendsport Bo-Staff gibt es in dieser Art noch nicht. Die AG hat ihn also mehr oder weniger selbst enwickelt und geprägt. So haben sich die SuS beispielsweise einen bestimmten Musikgeschmack festgelegt und oder den Stab individuell verziert.
  • Das wichtigste Element beim Trendsport Bo-Staff ist die Kamera. Das große Ziel jedes Halbjahr ist das Video, das sich ungemein motivierend auf die SuS auswirkt. So nehme ich praktisch jede Stunde die Fortschritte der SuS auf. Zum einen als Material für das Video und zum anderen, damit die SuS selbst ihre Bewegungen anschauen und korrigieren können. Hierfür nehmen wir einen Laptop mit in die Halle.
  • Eine Änderung im Vergleich zum ersten Halbjahr war, dass ich in den ersten Wochen mehr Wert auf die Übungsphasen lege. Geübt wird im Halbkreis. Schüler oder ich selbst zeigen einen Trick und die Gruppe übt diesen. SuS die ihn bereits beherrschen helfen denen, die noch Probleme haben. Diese Phase habe ich deutlich verlängert.
  • SuS die sich besonders positiv hervorgehoben haben dürfen mit einem besonderen „Glitzerstab“ trainieren. Dies ist ein Aluminiumstab mit Glitzerfolie bezogen.
  • Für die Übungs und Entspannungsphasen hat sich als sehr lohnend herausgestellt diese mit Prinzipien aus dem Heidelberger Kompetenztraining zu verstärken.

Ich sehe in Bo-Staff einige wertvolle Chancen für den Sportunterricht. Die SuS übernehmen Verantwortung im Umgang mit dem Stab. Sie bringen ihn von zu Hause mit in die Schule (jeder hat seinen eigenen Stab) und geben ihn im Sekretariat ab, bis die AG beginnt. Auf dem Schulgelände und auf dem Weg zur Schule ist der Umgang mit dem Stab verboten. Dies hat auch sehr gut funktioniert.

Ein weiterer Aspekt ist, dass dieser Sport jeder erlernen kann, unabhängig von seinen körperlichen Voraussetzungen.

Es werden in hohem Maße koordinative Fähigkeiten geschult.

Die SuS lernen in der Gruppe und mit dem Partner selbstständig zu arbeiten. Sie nehmen ihre Mitschüler als Partner wahr, für den sie verantwortlich sind. So sind die Choreografien aufeinander abgestimmt und der partner weiß, wann ein Schlag erfolgt. Sie kämpfen also nicht.

Voraussichtlich wird die Bo-Staff AG auch im nächsten Jahr wieder von mir in Eberbach angeboten.

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Acridas AG

Seit September 2009 gibt es am Burghardt Gymnasium Buchen die Acridas AG, die ich gemeinsam mit einigen Schülern gegründet habe.

Was ist ACRIDAS?

Acridas ist ein Kinderhilfswerk in Curritiba, Brasilien. Es funktioniert ähnlich wie die SOS Kinderdörfer und wird von Manfred Schwalb, meinem Onkel, geleitet.

In Acridas leben Kinder die misshandelt, missbraucht  oder auf der Straße aufgelesen wurden. Das Besondere ist, dass sie in „normalen“ Familien aufwachsen und von Pädagogen, Psychologen und Sozialarbeitern intensiv betreut werden. Nähere Informationen gibt es auf der Internetseite, die von uns, der ACRIDAS AG betreut wird und auch von uns erstellt wurde:

http://www.acridas.de

In der AG planen wir verschiedene Hilfsaktionen, um das Projekt zu unterstützen. Derzeit baut ACRIDAS ein Haus für Säuglinge, bei dem sie Unterstützung brauchen.

So haben wir bereits eine Sammelaktion in der Weihnachtszeit und einen Kuchenverkauf im Frühjahr organisiert, bei dem wir 620 Euro erzielt haben.

Aktuell planen wir unter anderem ein eigenes T-Shirt zu designen und zu verkaufen.

Allgemein ist es meine Absicht, dass die SuS die AG möglichst selbstständig planen und organisieren. Dabei lernen sie in der Gruppe zu arbeiten und sich eigene Ziele zu setzen. Ich halte mich weitgehend im Hintergrund und versuche als eine Art Mentor zu fungieren.

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Bo-Staff: Ein neuer Trendsport als Schulprojekt

Von Oktober 2009 bis Januar 2010 fand im Rahmen des Nachmittagsunterrichtes die erste Bo-Staff AG an der Realschule Eberbach statt. Ich habe sie selbst geplant und durchgeführt.

In dem Projekt Bo-Staff geht es darum den Schülern komplexe Bewegungsabläufe mit dem Stab zu vermitteln und diese kreativ auf Film festzuhalten. Dabei nutze ich verschiedene Methoden und Übungsreihen, wie Mentaltraining oder das Heidelberger-Kompetenz-Training.

Für mich persönlich ist es eine hervorragende Möglichkeit mich auszuprobieren, dazuzulernen und mich auf meine spätere Unterrichtszeit vorzubereiten.

Was ist Bo Staff eigentlich?
Bo Staff ist eine relativ neue Trend-Sportart aus den USA. Ihren Ursprung hat sie in den traditionellen chinesischen Kampfkünsten, nämlich der Verteidigung mit dem Lang-Stab (BO).
Bei Bo-Staff als Trendsport geht es allerdings nicht um den Kampf, sondern vielmehr um die Choreografie und den Umgang mit dem Stab. So trainiert man Bewegungen, Tricks und Sequenzen mit einem Partner, wie sie oft in Hollywoodszenen zu sehen sind. Im Internet bekannt geworden ist sie in erster Linie durch den jungen Amerikaner Chris Mark.

So ist derzeit auf Internetplattformen wie Youtube ein regelrechter Boom zu beobachten. Immer mehr Menschen üben mit dem Stab, veröffentlichen Ihre Videos und tauschen sich über neue Tricks aus. Die Entwicklung ist ähnlich wie in den Anfängen des Parkouring. In den Videos wird Bo-Staff oft auch mit Elementen aus Parkour, dem klassischen Turnen oder verschiedenen Kampfsportarten kombiniert.

Die AG findet in der Realschule Eberbach statt und ist offen für Schülerinnen und Schüler von Klasse fünf bis sieben. Bo-Staff ist durch den Einfluss von Elementen verscheidenster Trendsportarten eine sehr komplexe Sportart und erfordert ein hohes Maß an verschiedenen Fertigkeiten, ähnlich dem Jonglieren. Bevor man zu den Choreografien kommt, ist der Inhalt der ersten Wochen zum größten Teil das Üben der Grundbewegungen und Tricks. Zunächst war ich mir nicht sicher, ob ich die Schüler zum Üben über mehrere Wochen motivieren kann. Diese Befürchtung stellte sich sehr schnell als unnötig heraus, denn die Schüler gingen mit einer hohen Begeisterung an die für sie neue Sportart.

Zu Beginn der Stunde habn die Schüler die Möglichkeit sich Videos von anderen Sportlern anzuschauen. Dies ist zum einen sehr motivierend, zum anderen aber auch eine Anregung, sich Tricks abzuschauen und gemeinsam herauszufinden, wie diese funktionieren. Danach werden im Halbkreis die schon bekannten Übungen von einzelnen Schülern demonstriert, geübt und auch neue Tricks einstudiert. Im zweiten Teil der Stunde arbeiteten die Schüler gemeinsam in kleinen Gruppen zusammen, üben Tricks und studierten die ersten Choreografien ein. Was sich als sehr gewinnbringend herausstellte war die Kamera. Schon sehr früh begann ich die SuS aufzunehmen, um die Sequenzen dann in der nächsten Stunde gemeinsam anzuschauen. Die SuS hatten so die Möglichkeit sich selbst zu sehen und ihre Bewegungsabläufe zu korrigieren. Zudem lösten die Aufnahmen eine große Motivation und Kreativität aus.

Interessant war auch die Entwicklung einiger als auffällig geltender Schüler. Gerade sie engagierten sich in hohem Maße und waren konzentriert bei der Sache. Einer dieser Schüler ist in der AG besonders positiv aufgefallen und ich konnte Ihn, nach Gesprächen mit der Schulleitung, als Co-Trainer für die neue Gruppe im 2. Halbjahr gewinnen. Ich empfand es als sehr lohnend ihm diese verdiente Verantwortung zu übertragen und er ist nachwievor sehr gewissenhaft bei der Sache.

Am Ende des Halbjahres haben wir gemeinsam einen Film erstellt, der unter YouTube zu sehen ist. Wir erhielten bereits zahlreich, durchweg positives Feedback und das Interesse für das zweite Halbjahr war so sehr groß. Es ist also spannend abzuwarten, was das nächste halbe Jahr mitsich bringt. Der Film wurde auf der Internetseite der Realschule Eberbach veröffentlicht. Außerdem haben wir ein Plakat erstellt, dass wir in der Schule ausgehängt haben.

Ich sehe Bo-Staff als hervorragend geeignet für den Schulsport. Dabei eignet sich Bo-Staff eher für kleinere Gruppen und ist sehr leicht umzusetzen, denn an Material benötigt man lediglich die Stäbe, für die man Aluminiumstangen aus dem Baumarkt für wenige Euro verwenden kann. In Bezug auf die Altersgruppe führe ich derzeit die AG von Klasse fünf bis sieben durch, was hervorragend funktioniert. Bo-Staff ist aber auch gerade für höhere Klassen interessant.

Der Link zum Video:    http://www.youtube.com/watch?v=U4OjtqaZ0N4

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